HELMUT SCHWEIGHOFER

CONTEMPORARY ART

SYNTHESIS SERIES - COLOR

Die Synthesis-Serie bezieht sich auf das philosophische Konzept der Dialektik.

Aus These und Antithese entwickelt sich die Synthese. Alles entwickelt sich aus Gegensätzen und Widersprüchen.

Das Leben erscheint als Prozess zwischen Polaritäten und zugleich als mögliche Synthese des Dualismus:

- zwischen Liebe und Zerstörung

- zwischen Werden und Vergehen

- zwischen Freude und Leid

- zwischen Leben und Tod

In dieser Serie verkörpert die Frau ein archetypisches Motiv, das die Synthese im Spannungsfeld von Subjekt und Objekt zum Ausdruck bringt.

Das Ich-Bewusstsein (Subjekt) steht in einem fortwährenden Bezug zur Welt und ist im Begriff, sich mit dem Objekt – einer sich ständig verändernden Wirklichkeit – auseinanderzusetzen. Das Subjekt verweist dabei auf den menschlichen Geist, die Seele und das selbstbestimmte Bewusstsein.

Dem Subjekt widerfährt ein Werden, ein Verschmelzen und ein Vergehen.

Das Objekt bezeichnet das Erkannte – die Welt. Der Begriff „Objekt“ leitet sich vom lateinischen obiectum ab und bedeutet das „Entgegengeworfene“.

Die Frau als archetypisches Motiv steht dabei als Sinnbild für den Dialog zwischen Subjekt und Objekt. Das Subjekt – das selbstbewusste Ich, Geist und Seele – begegnet einer Welt, die sich unaufhörlich verändert. Im Aufeinandertreffen mit dem Objekt erfährt es Wandlung: Es formt sich, verschmilzt und vergeht zugleich.

Eine der zentralen Fragen ist, ob Liebe bloße Projektion ist – oder ob sie die Möglichkeit einer Aufhebung aller Gegensätze in sich trägt.